Welche Kosten entstehen bei einer Immobilienrenovierung?

4 Min.

blog author

Wer eine Immobilie erwirbt, sollte bei seiner Kalkulation nicht ausschließlich den Kaufpreis berücksichtigen. Häufig stellen auch die anfallenden Renovierungskosten einen erheblichen finanziellen Faktor dar. Besonders beim Kauf einer Bestandsimmobilie wird dieser Posten oftmals zu niedrig eingeschätzt. Dabei können notwendige Arbeiten die tatsächliche Gesamtbelastung deutlich erhöhen und sich zugleich auf die spätere Vermarktung des Objekts auswirken. Kaufinteressenten sollten daher möglichst früh klären, welche Maßnahmen erforderlich sind und mit welchen Ausgaben realistisch gerechnet werden muss. Auch die Verbraucherzentrale empfiehlt, den Sanierungs- und Umbaubedarf bei gebrauchten Immobilien besonders sorgfältig zu untersuchen.

Renovierungskosten fallen grundsätzlich an, wenn eine Immobilie optisch aufgewertet, technisch verbessert oder funktional angepasst werden soll. Dazu gehören beispielsweise das Streichen von Wänden, das Verlegen neuer Bodenbeläge, die Erneuerung von Badezimmern, Arbeiten an Decken und Innenwänden oder der Austausch einzelner Ausstattungsbestandteile. Abhängig vom Zustand des Gebäudes können darüber hinaus größere Maßnahmen notwendig werden, etwa an den Fenstern, am Dach, an der Heizungsanlage oder an der Fassade. Aus diesem Grund sollten Renovierungskosten stets im Zusammenhang mit dem gesamten baulichen und technischen Zustand der Immobilie betrachtet werden.

Aus welchen Positionen bestehen Renovierungskosten?

Wie hoch die Renovierungskosten ausfallen, hängt in erster Linie davon ab, welche Arbeiten erforderlich sind, welchen Ausstattungsstandard die Eigentümer anstreben und wie alt beziehungsweise renovierungsbedürftig die Immobilie ist. Kleinere optische Verbesserungen verursachen naturgemäß geringere Ausgaben als die Erneuerung technischer Anlagen oder umfangreiche energetische Maßnahmen. Auch die Qualität der verwendeten Materialien, die Größe der Wohnfläche, die Preise der Handwerksbetriebe und regionale Kostenunterschiede beeinflussen die Gesamtsumme. Ein allgemeingültiger Betrag, der für jede Immobilie angesetzt werden kann, lässt sich deshalb nicht seriös nennen.

In der Praxis sollte zudem zwischen Renovierung, Instandhaltung, Sanierung und Modernisierung unterschieden werden. Im alltäglichen Sprachgebrauch werden diese Bezeichnungen häufig gleichgesetzt, obwohl sie fachlich unterschiedliche Maßnahmen beschreiben können. Eine Modernisierung geht beispielsweise oft über die reine Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands hinaus und kann den Gebrauchswert eines Hauses oder einer Wohnung steigern oder den Energieverbrauch reduzieren. Diese Abgrenzung ist nicht nur aus fachlicher Sicht bedeutsam, sondern kann abhängig von der Nutzung der Immobilie auch wirtschaftliche und rechtliche Auswirkungen haben.

Weshalb Renovierungskosten von Beginn an eingeplant werden sollten

Renovierungskosten gehören zwar nicht zu den verpflichtenden Kaufnebenkosten wie Notargebühren, Grundbuchkosten oder Grunderwerbsteuer. Bei älteren Immobilien machen sie jedoch häufig einen erheblichen Anteil der gesamten Investition aus. Wer ein Bestandsgebäude oder eine ältere Eigentumswohnung kauft, sollte die erforderlichen Ausgaben daher von Anfang an in seine Finanzplanung aufnehmen. Auch finanzierende Banken prüfen oftmals, ob neben dem eigentlichen Kaufpreis genügend finanzielle Mittel für notwendige Renovierungs- oder Sanierungsarbeiten zur Verfügung stehen. Darüber hinaus rät die Verbraucherzentrale Eigentümern, regelmäßig Rücklagen für den langfristigen Werterhalt zu bilden. Als grober Richtwert werden etwa zwei Prozent des Wertes der Bausubstanz pro Jahr genannt.

Warum eine verlässliche Kostenbewertung entscheidend ist

Auf den ersten Blick erscheinen Renovierungsmaßnahmen häufig überschaubar. Im Verlauf der Arbeiten können sie sich jedoch zu einem deutlich größeren Kostenfaktor entwickeln als ursprünglich angenommen. Gerade bei älteren Gebäuden werden bestimmte Schäden oder Mängel teilweise erst bei einer eingehenden Untersuchung sichtbar. Eine realistische Bewertung des Renovierungsbedarfs ist deshalb besonders wichtig. Wer den baulichen Zustand fachgerecht prüfen lässt, kann mögliche Risiken früher erkennen, die Finanzierung besser planen und unerwartete Zusatzkosten vermeiden.

Wer einschätzen möchte, welche Renovierungskosten bei einer bestimmten Immobilie voraussichtlich entstehen, sollte sich rechtzeitig fachkundig beraten lassen. Ein erfahrener Qualitätsmakler aus der Region kann eine erste Orientierung bieten und beurteilen, welche Arbeiten aus Sicht des Marktes sinnvoll, angemessen oder wertsteigernd sein können. Bei umfangreichen baulichen oder technischen Fragestellungen empfiehlt es sich zusätzlich, einen Bausachverständigen oder einen qualifizierten Fachhandwerker hinzuzuziehen.

Sie möchten Renovierungskosten besser einschätzen oder planen den Kauf beziehungsweise Verkauf einer Immobilie? Sprechen Sie uns gerne an. Wir unterstützen Sie bei der ersten Einordnung.

Kennen Sie schon
unsere Ratgeber?

blog author

Wohnen im Alter

Unser Team

Wir beraten sie gerne!
Sandra Ahner
Sekretariat
+49 (0) 4321 - 49459-0
Lukas Lorenzen
Prokurist, zertifizierter Verwalter (IHK)
+49 (0) 4321 - 49459-0
Yvonne Ludwig
Sachbearbeiterin
+49 (0) 4321 - 49459-0
Katrin Siedler
Hausverwaltung, zertifizierte Verwalterin
+49 (0) 4321 - 49459-0
Philipp Lorenzen
Prokurist, Master of Arts (M.A.) Management
+49 (0) 4321 - 49459-0
Katrin Lorenzen
Geschäftsführende Gesellschafterin, Leitung Hausverwaltung, zertifizierte Verwalterin
+49 (0) 4321 - 49459-0
Martin Lorenzen
Geschäftsführender Gesellschafter, Certified Real Estate Asset Manager (DIA)
+49 (0) 4321 - 49459-0
Ina Jastorff
Backoffice
+49 (0) 4321 - 49459-0